Bericht Wannseefahrt vom 26. - 28. August 2011

 

Die Vorbereitung für die Fahrt begann schon im Dezember 2010. Die erste Frage war: "Wer fährt mit?" - Die Resonanz war gleich sehr groß letztendlich fuhren 31 Kinder und 7 Erwachsene mit. Da die Fahrt erst nach den Sommerfereien 2011 statt fand, war es schwer die Kinder so lange hinzuhalten. Ich wurde viele Löcher in den Bauch gefragt, denn sie fragten zu jeder Trainingsstunde wann es dann nun endlich los ging.

 

 

Freitag, 26.08.2011 | Abfahrt

Und dann war es endlich so weit!

Treffpunkt war am Freitag den 26.08.2011 um 15:30 Uhr S-Bahnhof Anhalter Bahnhof. Der Papa von Nick kam um 15:00 Uhr mit einem großem Auto und stapelte alle Taschen darin.

Auf ein Kind mußten wir dann doch noch warten. Noch schnell ein Gruppenbild von der Abreise gemacht, 2-3 Kullertränen und dann ging es endlich los.

Abreise_Wannsee

Am S-Bahnhof Nikolassee stiegen wir aus und nach einem 15 minütigem Fußweg waren wir dann vor Ort. Marion vom Hauspersonal begrüßte uns ganz herzlich und versorgte uns erst einmal mit Getränken. Denn tatsächlich war der Sommer an diesem Freitagnachmittag in die Stadt zurück gekehrt und mit fast 30 Grad sehr warm. Die Hausordnung wurde durchgesprochen und die Zimmerverteilung konnte beginnen. Die Betten waren danke der vielen helfenden Händen schnell bezogen. Für einige Kinder war es dennoch Neuland, denn die Frage stellte sich, wie bekomme ich das Kissen bzw. die Decke in den Bezug hinein. Zum Schluß klappte es aber dann doch sehr gut.

Die Badesachen wurden aus gepackt und dann ging es sehr schnell in den Wannsee was für alle wunder schön war. Marion bereitete in der Zeit das Abendbrot vor. Es gab Brote, Wurst, Käse und Gemüse. Einige Kinder waren sehr sehr hungrig und alles wurde ratzekahl leer gegessen - selbst die Petersilie.

Auf_zur_Schatzsuche

Da es nun mitlerweile schon 20:00 Uhr war suchte man schnell die Taschenlampe und rannte damit durch das Gelände. Das Ende vom Lied war das einige Taschenlampen defekt waren oder verloren gingen. Meine Reserve war schnell vergriffen. Nachdem die Kinder dann im Wald die Waldfee und die Schatzkiste mit Chips und Süßkram gefunden hatten, startete die Kinder Disco. Es wurde ausgiebig gesungen und getanzt und der Abend wurde immer länger.

Die Schatzsuche im Wald

Für die Kinder, die letztes Jahr mitgefahren sind, stand fest es geht rechts rum, raus und nur so kann der gesuchte Weg sein!

Keiner hat außer dem ersten Hinweis auf dem Tisch einen anderen Wegweiser gesucht oder gefunden.....

Für den Fährtenleger eine schwierige Situation, weil kein Erwachsener greifbar war, den ich hätte informieren können. Es hätte stutzig machen müssen, dass nach ca. 150m noch immer kein Hinweiszettel mit einem fluorszierendem Stein zu finden ist, wie auf dem ersten Zettel als Tipp angekündigt worden war.

Aber kurz und gut die tüchtigen, stürmischen und nicht zu stoppenden Nachtabendteurer, die nur den zu erobernden Schatz vor Augen hatten und den nartürlich jeder zu erst finden wollte, fanden den letzten Abschnitt der Nachtwanderungsstrecke und kamen über Stock und Stein durch Unterholz auf die Lichtung auf der meistens alle Rätsel gelöst wurden.

Diesmal hatte Heidrun ihre Zwillingsschwester Anke dort als Waldhutzelfrau mit dem Schatz unter ihrem Wams gebeten, die Kinder in Empfang zu nehmen. Man soll es nicht glauben, aber die Älteste, mit Brille ausgerüstet, nämlich Sigrid erblickte die Holzkiste als erste und gab einigen Kindern ihre Entdeckung preis.

Alle glaubten den Schatz nun gefunden zu haben aber die Waldhutzelfrau stoppte sie als sie die Kiste geholt hatten und ließ sie ein wenig räts!eln wo und was wohl der wirkliche Schatz sein könnte! Kurzzeitig kamen die meisten zum Luft holen etwas zu Ruhe.

Waldhutzelfrau

Als es ans Verteilen des Schatzes ging war wieder das übliche ungestüme Gedrängel, obwohl mehrfach gesagt wurde, dass für jeden etwas da ist.

Und Jede und Jeder suchte sich einen Schutzstein aus und ein essbares Vampirgebiss als sofortige Stärkung. Keiner ist im Wald zurück geblieben und alle ließen den Abend mit der Disco ausklingen.

An das Feuerwerk in der Überraschungskiste hatte keiner mehr gedacht und so wird es Silvester die guten Geister für 2012 begrüßen.

Endlich Nachtruhe HA-HA-HA einige wenige Kinder waren der Meinung man müßte die Nacht zum Tage machen. Das Ergebnis konnte man dann Samstag früh sehr deutlich sehen. Müde grimmige Geister schlichen im Gelände umher und wollten nicht so recht munter werden...

 


 

Samstag 27.08.2011 | Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht...

begann der Samstag für die Kinder mit Sonnenschein. Damit auch alle richtig wach wurden, gingen die Kinder vor dem Frühstück baden. Das Wetter ließ noch ein gemeinsames Frühstück im Freien zu. Gut gestärkt durften die Kinder sich auf dem weitläufigen Gelände mit Spielen austoben. In der Zwischenzeit hatten die Betreuer ein gemeinsames Spiel vorbereitet. Während die kleinen und mittleren Kinder an einer Geschicklichkeitsstaffel teilnahmen, sammelten die großen Jungen einige Äste für das abendliche Lagerfeuer mit Stockbrot. Da noch genug Zeit bis zum Mittagessen blieb, konnten sich alle Kinder beim „Chinesenlauf“, Zwille- und Armbrustschießen ausprobieren.
Zwilleschieen Eierlauf

Nudeln mit Tomatensoße war ein willkommenes Mittag zum satt essen. Auch nach dem Mittag ging es mit Spannung weiter.

Jedes Kind durfte auf dem Volleyballfeld nach einem Schatz „graben“. Manch einer nahm es zu wörtlich, aber am Ende hatte jeder seinen Schatz gefunden. Und groß und klein fanden erstaunlich viel Spaß beim Seifenblasenfangen. 

Da es das Wetter noch gut mit uns meinte, konnte dann noch am hauseigenem Strand Volleyball gespielt werden oder einfach mal im Sand gebuddelt werden.

Seifenblasen_Schatzsuche
Zum Nachmittag kam dann leider doch der angekündigte Regen, so dass wir uns in die Gemeinschaftsräume des Hauses zurückziehen mussten. Aber durch ein vielfältiges Spielangebot wurde es auch hier nicht langweilig. 
Stockbrot_am_Lagerfeuer

 

Trotz Regen wurde gegrillt. Da anscheinend fast jeder aufgegessen hatte, ließ der Regen nach und nach einigen (langen) Minuten brannte auch das Lagerfeuer.

Obwohl nach dem reichhaltigen Abendessen jeder hätte satt sein können, hatten die Kinder sehr viel Spaß beim Grillen der Marshmallows.

Nach dem das Feuer nun richtig loderte, konnten auch die ersten Stockbrote gegart werden.

Manch einer war zu ungeduldig oder zu sehr dem Feuer verfallen, so dass das eine oder andere Stockbrot recht dunkel wurde.

Was den Kindern aber nicht den Spaß und die Freude am Lagerfeuer und Stockbrotessen nahm.

Als alle Marshmallows und der Stockbrotteig restlos alle waren, gingen die Kinder nach einem ereignisreichen und schönen Tag freiwillig ins Bett :)


Sonntag, 28.08.2011 | Abreise

Am Sonntag früh ging es alles sehr ruhig von statten. Das Früchstück war reichlich sowie auch die anderen Mahlzeiten und es schmeckte allen sehr gut. Einige Koffer und Taschen wurden danach schon mal gepackt. Dies zog sich hin bis nach dem Mittagessen, da einige Kinder immernoch nicht so richtig verstanden hatten, dass keine Mama/Papa da waren die, die Sachen einpackten. Man musste es wohl allein machen... aber zum Schluß war dann doch alles verstaut.

Am Strand und im Gelände fanden dann noch einige Spiele statt und dann kam der Transporter packte alles ein und wir mussten dann unter Protest der Kinder leider wieder nach Hause fahren. Kinder zählen! Doch, oh! Einer fehlt! Stop! ...warten. Doch alle am Ende wieder da - na dann los!

Aufwiedersehen Wannsee!

Auf dem Wegz um S-Bahnhof machten wir am Kiosk noch einmal Halt. Wir kauften insgesamt 36 Eis. Damit hatte die Verkäuferin nicht gerechnet aber es ging dann doch. Müde und zufriedene Kinder saßen dann in der S-Bahn. Für alle Kinder ist es ganz klar, das wir mindestens eine Woche hätten bleiben sollen. Denn das Wochende war viel viel zu kurz.

 

Wir möchten uns bei allen die bei dieser Reise dabei waren ganz ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken und hoffen sehr, das ihr das nächstemal auch wieder dabei seid. Wir würden uns ehr freuen.

Es war ein wunderschönes Wochenende.

Vielen Dank auch in Namen der Kinder!

Angelika, Heidrun und Sabine